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Geschichte und Sehenswürdigkeiten

 

Dr. Johannes Chrząszcz über Dobrau      Original gescannt (1) (2) (3) (4)

Polizeibezirk Dobrau

 

   In einem Dokument des Oppelner Fürsten Kasimir aus dem Jahre 1228 wurde Dobrau erstes mal erwähnt. 1260 bestätigte sein Sohn Wladislaus die Übergabe des Dorfes mit vielen anderen Gütern der Norbertanerinnenabtei in Czarnowanz (Czarnowasy) bei Oppeln. Die Bürger von Dobrau haben jedoch ein Dokument aus dem Jahre 1302 als Bestätigung des Bestehens des Dorfes angenommen. Es geht hier nicht um die Besiedlung des Ortes, sondern um die Beurkundung des organisierten Gemeinschaftslebens. Es war die Bulle des Papstes Bonifaz VIII. vom 16. Februar 1302.
Dobrau liegt auf dem linken Ufer des Zülzer Wasser (Bialka), an einer sehr befahrenen Strecke Krappitz-Neustadt. Die Durchnittshöhe beträgt 170 m. über den Meeresspiegel. Es ist die wärmste Gegend innerhalb des Oppelner Landes mit einem Niederschlagdurchnitt unter 650 mm pro Jahr.
   Die Schreibweise und die Aussprache des Ortsnamens hat sich durch Jahrhunderte verändert. 1302 hat man Dobra geschrieben, 1342 - Dobron, 1389 - Dobrin, später noch Dobraw, Dubrawa, Dobro und Dobre. Im 17. Jh. verwendet man nebeneinander die Bezeichnungen Dobra und Dobrau und seit dem Ende des 18. Jh. wurde das Dorf nur Dobrau genannt. Ein Staatsgesetz vom 01.08.1939 ändert den Namen und bis zum 1945 heisst die Ortschaft Burgwasser. Unter der polnischer Verwaltung kommt man 1946 zu dem alten Namen Dobra zurück. Der Pfarrer Konstantin Damroth in dem Buch "Die ältesten Ortsnamen Schlesiens, ihre Entstehung und Bedeutung" versucht den Ortsnamen auf den guten, fruchtbaren Boden zurückzuführen. Von den anderen Quellen weiss man aber, daß Dobrau auf eher schlechteren Böden liegt.
Eine Kirche stand im Dorf mit Sicherheit vor dem Jahre 1447. Aus dem Verzeichnis über den Peterspfennig wissen wir, daß die Pfarrgemeinde 1447 nicht besetzt war (Dobrav Vacat). Als Folge der hussitischen Kriege und später der Reformation verlor Dobrau die Eigenständikeit als Pfarrgemeinde und wurde der Pfarrgemeine Kommornik (Komorniki) und später der Pfarrgemeinde Krappitz angeschlossen. Dabei wurde sie eine Filialkirche. Am 27.11.1920 wurde Dobrau wieder eine selbständige Kuration mit eigenem Seelsorger.
1784 lebten in Dobrau 176 Einwohner, darunter 10 Siedler, 23 Hofbesitzer, 2 Häusler und ein Müller. Im dorf gab es eine Schule.
Im Jahre 1830 bewohnten Dobrau